LJ B, 6. So. i. Jk, Faschingssonntag

Schwestern und Brüder!

heut am Faschingssonntag möchte ich`s wagen,
die Predigt im Reim aufzusagen.
Oft erzähl ich die Predigt eh der Kirchenmaus,
bei den meisten Leuten geht`s zum einen Ohr rein, zum and`ren wieder raus.

Aber jetzt, passt auf!
Jesus hat - Tolles drauf.
Er verteilt keinen Plunder,
Jesus bezaubert einfach - mit einem Wunder.
Viele sagen jetzt: an Wunder, glaub ich nicht,
stimmt, wer alles glaubt, ist nicht ganz dicht.
Bei Wundergeschichten müssen wir fragen,
was möchte der Autor uns sagen?

Voll Wunder war damals das antike Leben,
es musste ein Ersatz für Naturgesetze geben.
Die Philosophen, vom Wein immer runder,
dachten, der Donner sei ein Wunder.
Doch nicht jeder sonderbare Schrott,
stammt wirklich auch vom lieben Gott.
Nur wenn`s auf den Menschen sich bezieht,
Wunderbares von Gott geschieht.

Darüber taten die Menschen berichten,
in vielen Liedern und Geschichten.
Dabei gilt stets zu beachten,
was schon viele Christen dachten:
Nur der Glaube führt zu Wundern hin,
ohne glauben macht`s keinen Sinn.

Denn willst du Wunderbares erleben,
musst du Jesus deine Zeit geben.
Wir sind`s gewohnt herumzuhetzen,
wer kann sich da zu Jesus setzen?
Anders im Evangelium heute,
still, heimlich, nicht in großer Meute.
Ein Mann spürte, es ist so weit,
jetzt ist meine Jesus-Zeit.
Vom Aussatz befallen,
tat er keinem mehr gefallen.
Doch er fasste seinen Mut,
wusste, bei Jesus wird alles gut.
Er hörte Jesu Worten zu
Und fand für seine Seele Ruh.
Befreit von Plagen und Sorgen,
Neustart in das Morgen.
Und der Aussätzige gar nicht bieder,
erzählte allen, Wunder gibt es immer wieder.

Jesus heilt im Evangelium wunderbar,
auch wir sollen so handeln, durch das Jahr.
Nur bei Wundern fragt man sich,
Jesus kann das, doch nicht ich?
Doch Wunderheilungen sind nicht so wichtig,
die kleinen Schritte, die sind richtig.
Offen durch die Welt geh`n,
Ängste unserer Nächsten sehn`n.
Diese nicht in ihren Sorgen lassen,
wir sollten uns damit befassen.

Zudem haben wir über Jesus gehört,
dass er sich an Unrecht stört.
Bei ihm wurde ein Aussätziger rein,
sollte das bei uns nicht auch so sein?
Aussatz ist zwar heute nicht so häufig,
Ausgrenzungen dafür jedem geläufig.
Jesus will, dass man sich und and`re achtet,
nicht alles nur nach Leistung betrachtet.
Achtet also auf Gemeinschaftssinn,
und führt auch andre dazu hin.

Jetzt lasst uns freudig loben seinen Namen, Amen.





 


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