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Pater Manfred Stein

 


Die Pfarrei Fürstenzell wird ihn vermissen

Mittwoch, 19.04.2023

Pater Manfred Stein hatte schon seit Längerem gesundheitliche Probleme, sein Tod kam dennoch überraschend. Am Sonntagabend verstarb er im Haus seiner Maristengemeinschaft im Alter von 83 Jahren

Obwohl vom Lebensalter her längst Ruheständler und obwohl die Maristen die Seelsorge schon vor Jahren aufgegeben hatten, half er immer wieder bei Gottesdiensten aus. So verliert auch das Seniorenzentrum Abundus seinen inoffiziellen Hausgeistlichen, der mit den Bewohnern oft Gottesdienste feierte; die Goldhaubenträgerinnen werden ihn künftig bei ihren Margaretenfeiern vermissen.

Pater Stein hatte das Amt als Fürstenzeller Pfarrseelsorger 1995 übernommen und es bis 2009 ausgeübt. Aber Fürstenzeller war er schon lange. 1939 war er in Kolzow auf der Insel Wolin in Pommern auf die Welt gekommen. Die Nachkriegswirren hatten ihn ins Emsland geführt. Dort trat er 1954 in Meppen ins Gymnasium und Internat der Maristen ein. Der mehrmalige Wechsel von Nord nach Süd und umgekehrt bestimmte in der Folge sein Leben. Nach dem Abitur und Noviziat ging es in den Süden zum Studium an die Passauer Hochschule und zum Diakonatspraktikum ans Internat der Maristen in Fürstenzell. 1970 empfing er in Meppen die Priesterweihe. Danach kehrte er nach Fürstenzell zurück und war 17 Jahre im Internat tätig und als Religionslehrer am Gymnasium. Dann hieß es wieder packen, um als Superior in der Niederlassung Ahmsen sowie als Seelsorger in den Gemeinden zu arbeiten.

1995 kam er wieder nach Fürstenzell, nun als Pfarrer. Hier konnte er 2015 seine Goldene Profess feiern. Als Pfarrer schloss er den Bau des neuen Pfarrzentrum ab und begann mit der großen Renovierung der Pfarrkirche, die 2002 endete. Pater Stein war der siebte Pfarrverwalter im Gewand der Maristen. Vor drei Jahren hatte er sein 50. Priesterjubiläum bei einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche feiern können. Wie er seinen Mitbrüdern nun fehlen wird, so wird man ihn und seine natürliche Art mit den Menschen in der Pfarrei vermissen.


Alfons Sagmeister